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Psychische und mentale Ursachen von Reizdarm und Dünndarmfehlbesiedlung meistern

Foto einer gestressten Frau am Laptop

 

Meine Darmprobleme, Reizdarmsymptome und schließlich die Dünndarmfehlbesiedlung kamen nicht von jetzt auf gleich. Ich erinnere mich, schon als Kind und Jugendliche, seltsame Heißhungerattacken auf Süßes, Saures und Fruchtiges gehabt zu haben. Auch erinnere ich mich an Darmbeschwerden bei Nervosität und rund um Prüfungszeiten in Schule und Ausbildung. Dabei zeigten sich sowohl Blähungen als auch Durchfälle oder Verstopfung.

 

Ich hielt das für normal, denn in meiner Familie waren Darmbeschwerden dieser Art nicht ungewöhnlich. Erst nachdem ich mich mehr mit meiner Hochsensibilität befasste (dazu schreibe ich in meinem zartstark Blog), fühlte ich mich auch eingeladen, meinen "nervösen" Darm näher zu beobachten und schließlich einen Heilpraktiker aufzusuchen.

 

Denn obwohl ich mich zunehmend gesünder ernährte, zunächst vegetarisch, dann vegan, basenüberschüssig, bio und regional und mit wenig Zucker wurden die Darmbeschwerden immer schlimmer.

 

Schnell zeigte sich, dass sich die Darmbeschwerden zwar körperlich manifestiert und verfestigt hatten, dass ein Teil der Auslöser aber auf psychischer Ebene zu finden war.

 

Als Hochsensible nehme ich mir eigentlich alles Erlebte sehr zu Herzen und gerate schnell in Stress, wenn ich mich dem mir in der Regel nicht entsprechenden (weil zu schnellen) Rhythmus eines Arbeitgebers, von Kollegen oder einem Lebenspartner meine anpassen zu müssen.

 

Bei Stress nehme ich eine spürbar verkrampfte Haltung ein, ziehe mich zusammen, in mich zurück. Das gefällt meinem Darm gar nicht. Energien und Nahrungsbrei stauen sich. Kommen stressbedingtes Frustfuttern oder zu schnelles, hastiges Essen hinzu, sind die Grenzen des Machbaren für mein Verdauungssystem schnell erreicht.

 

Viel Erlebtes ist für mich hochemotional. Manch Begegnung mit anderen schwer verdaulich. Ein weiterer Baustein im System "Überlastung" für meinen Darm. 

 

Mit den Jahren reagierte mein Darm deshalb auch zunehmend "genervt" auf das Zuviel an Eindrücken und Nahrung, die er verarbeiten sollte. Und weil er sich mit den Blähen, Rumoren, Donnern und mit schmerzhaften Verkrampfungen nicht ausreichend Gehör bei mir verschaffen konnte, beschloss er mir auch noch schlechte Laune zu bescheren. ;-)

 

Denn unser Darm beeinflusst über den Vagusnerv auch unser Gehirn und unsere Stimmung und anders herum. Ein dauerhaft gestresster und überforderter Darm lässt uns gereizt, genervt, ungeduldig, traurig oder depressiv werden. Umgekehrt lasten auch all unsere Gefühle schwer auf ihm. Mehr dazu kannst du z.B. im Buch "Die Darm-Hirn-Connection" von Gregor Hasler nachlesen.

 

Was kannst du also außer einer rein körperlichen Behandlung und einer FODMAP-Diät tun, wenn du an einem Reizdarm oder einer Dünndarmfehlbesiedlung leidest?

 

 

Tipps, wie du deinem Darm (auf psychischer Ebene) unterstützen kannst

 

1 Reduziere Stress.

2 Baue Stress und Adrenalin durch sanften Ausdauersport ab.

3 Baue Verkrampfungen der Bauchdecke durch Yoga, Qi Gong u.ä. ab.

4 Baue Prüfungs- oder Versagensängste, z.B. mittels Hypnose oder meiner Hilfe ab.

 

5 Gönne dir viele Pausen und zwar den ganzen Tag über (nicht erst nach Feierabend oder am Wochenende).

6 Finde das Tempo und den Lebensrhythmus, die dir entsprechen.

7 Mache einen Job, der wirklich deinem Rhythmus und deinen Talenten entspricht, der den Sinn stiftet, den du der Welt schenken möchtest.

 

8 Umgebe dich mit Menschen, die dir gut tun.

9 Konsumiere möglichst nur konstruktive, positive Nachrichten.

 

10 Iss langsam, achtsam und ohne Hetze, kaue viel.

11 Vermeide Frustfuttern oder Traurigkeitshungern,
was natürlich nur dann nachhaltig funktioniert, wenn du die Ursachen für deinen Frust und deine Traurigkeit behebst und das Leben mit dem Job und den Menschen um dich herum lebst, das dir wirklich entspricht!

 

12 Beobachte all deine Verhaltensweisen - beim Essen, Arbeiten, in der Partnerschaft und in der Familie, unter Freunden und Kollegen. 

Tut dir dein Handeln und Sein gut?

Folgst du unbewusst den Vorbildern in deiner Familie und deinem Umfeld (z.B. um dazuzugehören oder akzeptiert zu werden), obwohl sie dir nicht gut tun?

 

 

Systemische Familien - oder Organaufstellungen können Klarheit schenken und den Heilungsprozess unterstützen

 

Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich bereits vor vielen Jahren mit der systemischen Aufstellungsarbeit vertraut bin. Aufstellungen gehören nicht nur zu meinem Handwerkszeug als Beraterin, ich mache sie auch gern für mich selbst, um Klarheit in verworrenen Situationen oder für zu treffende Entscheidungen zu finden. Um Stress und psychosomatische Beschwerden auf den Grund zu gehen, ihre psychischen, seelischen und mentalen Ursachen zu finden und zu heilen.

 

Mir hat eine Aufstellung meiner inneren Organe und ihrer Symptome sehr geholfen, meine Darmgesundheit zu unterstützen. Wenn dich das anspricht, dann wende dich an eine Systemische BeraterIn oder Coach oder auch gern an mich.

 

 

Nun wünsche ich dir ganz viel Kraft und Erfolg auf deinem Weg zur Darmgesundheit!

Schreibe mir gern von deinen Erfahrungen und Tipps oder stelle mir deine Fragen.

Alles Liebe, deine Inga

 

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