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Was bei Reizdarm & SIBO / DDFB zusätzlich zu einer Diät hilft

Kerze, Handtücher, Blume und Öl als Wellnessarrangement

 

Als ich mit meinen Reizdarmsymptomen einen Heilpraktiker aufsuchte, stellte der relativ schnell fest, dass sich hinter diesen Symptomen eine Dünndarmfehlbesiedlung (auch DDFB oder SIBO) versteckte. Er empfahl mir eine FODMAP-Diät, Aber es gibt noch mehr, womit du deinem Darm Gutes tun kannst.

 

Hier findest du einige Behandlungstipps, die mir sehr gut geholfen haben. Mögen sie auch dir dienlich sein. 

 

 

Osteopathie hilft, die Ileozäkalklappe zu schließen

 

Ursache des SIBO ist in der Regel eine nicht ganz oder nicht dauerhaft schließende Schleimhautklappe zwischen Dickdarm und Dünndarm, weshalb Dickdarmbakterien in den Dünndarm wuchern und dort zu den oben erwähnten Reizdarmsymptomen führen.

Die beste in diesen Fällen empfohlene FODMAP-Diät hilft deshalb nichts, wenn diese Klappe weiterhin nicht richtig schließt und fortwährend Dickdarmbakterien in den Dünndarm wandern. Osteopathie kann hier helfen und hat mir geholfen.

 

 

Darmmassage, die du selbst durchführen kannst

 

Ich selbst übe mich seit einigen Monaten in einer morgendlichen sanften Darmmassage. Dabei habe ich die Klappe tatsächlich selbst schließen können (leider eher zufällig ;-)), nachdem sie sich leider stressbedingt wieder geöffnet hatte.

 

Für eine Darmmassage legst du dich auf den Rücken und führst deine Hand von der rechten unteren Leiste in kleinen, sanft kreisenden Bewegungen hinauf bis kurz unter dem Rippenbogen, wanderst dann mit denselben sanften kreisenden Bewegungen zunächst von der rechten auf die linke Bauchseite und dort hinab bis zur linken Leiste. Wiederhole diesen Zyklus einige Male. Versuche dabei deine Bauchdecke so entspannt wie möglich zu lassen (was tendenziell schwierig bei der Selbstmassage ist) und atme bewusst und achtsam in deinen Bauch hinein. Führe die Massage liebevoll und möglichst erwartungsfrei durch.

 

 

Folge- und Nebenerkrankungen sollten im Blick behalten werden

 

Bei mir waren neben dem Dünndarm auch Milz, Bauchspeicheldrüse, Magen und Leber aus dem Gleichgewicht geraten. Parallel zur SIBO-Behandlung wurden diese Organe durch homöopathische Mittel und Phythotherapeutika mithilfe meines Heilpraktikers stabilisiert. Ohne diese "Nebenbehandlung" wäre ich wohl nicht auf den grünen Zweig gekommen. Und in Eigentherapie hätte ich mir diese komplexen und mir noch unbekannten Zusammenhänge nicht erschließen können.

 

Deshalb ist mein dringender Tipp: Wenn du über längere Zeit (länger als einige Monate) Reizdarmsymptome hast und das Weglassen verschiedener Lebensmittel, Stressreduktion und Bewegung oder eine FODMAP-Diät keine Verbesserung bringen, dann ziehe unbedingt eine ÄrztIn oder eine HeilpraktikerIn hinzu.

 

 

Führe ein Ernährungs- und Wohlfühltagebuch

 

Je mehr und je genauere Informationen du deiner ÄrztIn oder HeilpraktikerIn geben kannst, desto schneller kommt ihr der Ursachen deiner Beschwerden auf den Grund. Jeder Mensch ist anders, lebt anders, ernährt sich anders, hat andere Herausforderungen und anderen Stress zu meistern, hat eine andere Mentalität oder Konstitution. 

 

Und je besser du dich und deine Beschwerden kennst und diese Informationen weitergeben kannst, desto leichter fällt es deiner TherapeutIn, eine passgenaue Behandlung für dich zusammen zu stellen. 

 

Zusätzlich wirst du immer kompetenter was die Funktionsweise deines Körpers angeht und kannst immer eigenverantwortlicher auf Beschwerden reagieren.

 

 

Sanfte Bewegung

 

Yoga, Qi Gong, Spazierengehen, Wandern, Walken, Tanzen oder Schwimmen sind meine Favorits, um meinen Darm und meinen Stoffwechsel zu aktivieren und stressbedingte oder einer Fehlhaltung am Schreibtisch gezollte Verkrampfung der Bauchdecke auszugleichen. 

 

Besonders hilfreich finde ich den wirklich sehr einfachen Drehsitz aus dem Yoga, um Magen und Darm anzuregen, die Entgiftung anzukurbeln und auch den Rücken zu entspannen. Wie das geht, beschreibt Amiena Zylla in ihrem Youtubevideo wie ich finde sehr gut.

 

 

Geduld

 

Für mich wurde und ist die Behandlung meiner Verdauungsbeschwerden eine Geduldsprobe. Und ich gestehe, ich war nie der geduldigste Mensch. :-) Ich lerne täglich Demut, Dankbarkeit und Geduld. Denn was familiär seit Generationen weitergegeben wurde, was in mir seit Jahrzehnten schlummerte, lässt sich nicht in wenigen Wochen wegzaubern. 

 

Mein Körper hat die Zuwendung der letzten Monate mehr als genossen, ja aufgesogen. Nach dem Zwiebelprinzip nähern wir uns einer Heilung an. Ist eine Balance gefunden, ein Organ stabilisiert, zeigt sich ein anderes, bisher verborgenes Symptom und will betrachtet und geheilt werden. 

 

Zugegen, mich schlaucht dieser Prozess durchaus. Aber ich habe auch noch nie so viel über mich, meinen Körper, meine Psyche, meine familiären Themen, meine Seele und meinen Geist gelernt. Ein solch positiver Blickwinkel hilft, geduldig zu bleiben. ;-)

 

 

Wie du Stress, Ängste, Verzweiflung und Rückschläge meisterst

 

Für mich war und ist meine Darmerkrankung eine wahre Berg- und Talfahrt der Gefühle. Verzweiflung, Frust, Traurigkeit, Gereiztheit und Ängste wechseln sich mit Freude und Zuversicht ab. Meine diesbezüglichen Erfahrungen und Tipps stelle ich dir in einem anderen Artikel zusammen. :-)

  

 

Ich bin sehr gespannt zu lesen und zu erfahren, wie du mit deinen Reizdarmsymptomen, mit SIBO umgegangen bist. Deine Tipps und Hinweise sind auch für alle anderen LeserInnen sehr wertvoll! Und so hoffe ich auf regen Austausch in den Kommentaren.

 

Bleib gesund und zuversichtlich!

Alles Liebe, deine Inga

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