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Wie gesund ist Soja?

Und welche pflanzlichen Eiweißlieferanten gibt es?

Foto von Sojabohnen und Sojamilch

Wieviel Eiweiß braucht der Mensch?

Als du dich für die vegane Ernährung entschieden hast, hattest du möglicherweise wie ich auch unterschiedliche Beweggründe dafür. Vielleicht war die Liebe zur Natur ausschlaggebend, vielleicht der Wunsch nach einer wirklich gesunden Ernährung. Sind nun Eier, Fleisch und Milchprodukte vom Speiseplan gestrichen, stellt sich schnell die Frage: Wie decke ich meinen Eiweißbedarf? Und wieviel Eiweiß brauche ich eigentlich?

 

Laut WHO sollen Erwachsene täglich im Durchschnitt 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen. Leistungssportlern werden sogar 2-3 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen. 

 

Veganer greifen in Sachen Eiweiß gern zu Sojaprodukten, um ihren Eiweißbedarf zu decken und das aus gutem Grund, denn sie sind wirklich gute Eiweißlieferanten! Doch Soja hat es im wahrsten Sinne des Wortes in sich. Denn Soja enthält u.a. auch

  • Phytate, die die Aufnahme von Mineralien blockieren können
  • Trypsinhemmer, die die Eiweißverdauung hemmen
  • Purine, die vom Körper zu Harnsäure abgebaut werden müssen, um ausgeschieden werden zu können und deshalb in der basenreichen Ernährung und für Gichtpatienten! unbedingt zu meiden sind
  • Freie Glutaminsäure oder MSG (Mononatriumglutamat), ein wirksames Nervengift
  • hohe Konzentrationen an Aluminium, ebenfalls ein Nervengift
  • Phytoöstrogene, die Hormonstörungen auslösen können

Fazit: Zuviel Soja sollten wir also lieber nicht zu uns nehmen. 

 

 

Fermentiertes Soja - Alternativen zu Soja

 

Wenn du nun trotz allem gern Soja zu dir nimmst, dann könnten die fermentierten Sojaprodukte interessant für dich sein. Denn die sind deutlich besser zu verdauen. Dazu zählen Feto, Miso, Tempeh und Sojasoße.

 

Und achte bitte unbedingt darauf, Bioqualität aus regionalem Anbau zu kaufen. Regional bedeutet in dem Fall zumindest Soja aus Europa oder am besten aus Deutschland und aus deinem Umfeld. Denn konventionelles Soja ist oft gentechnisch behandelt und stark gespritzt. Oder es wurde wertvoller Regenwald abgeholzt, um es anzubauen.

 

Solltest du auf Soja verzichten wollen, dann kannst du auf Produkte aus Seitan (Weizeneiweiß, also Gluten, sprich nicht für Glutenallergiker geeignet) oder Produkte aus Süßlupinen zurückgreifen.

 

Pflanzliche Eiweißlieferanten - Hülsenfrüchte

Glücklicherweise gibt es noch eine ganze Menge mehr pflanzliche Eiweißspender!

 

Alle Hülsenfrüchte, allen voran die Linsen sind z.B. sehr gute Eiweißlieferanten. Doch sind sie gleichzeitig auch schwer verdaulich und enthalten ebenfalls Purine. Außerdem enthalten sie komplexe Kohlehydrate für deren Verdauung eine ganze Menge Enzyme von der Bauchspeicheldrüse zur Verfügung gestellt werden müssen. Kommt die nicht mehr nach, gibt jedes Böhnchen mehr als ein Tönchen. Und das ist nicht nur unangenehm, sondern auf Dauer auch schwierig für die Leber. Denn der Gärprozess im Darm, der zu den Blähungen führt, setzt Fuselalkohole frei, und die müssen von der Leber verarbeitet werden. 

 

Also gilt: Nicht nur Soja in Maßen, sondern auch alle anderen Hülsenfrüchte in Maßen. Besonders dann, wenn du eine zurückhaltende Bauchspeicheldrüse und einen empfindsamen Darm hast oder GichtpatientIn bist.

 

Weitere pflanzliche Eiweißlieferanten & Superfood

Nüsse, Cashewkerne, Sonnenblumenkerne, Leinsamen und Hanfsamen, Mais, Sprossen, Kartoffeln, Spinat, Brokoli, getrocknete Aprikosen & Pfirsiche, Buchweizen und Getreide sind ebenfalls Eiweißspender. 

 

Als SUPERFOOD in Sachen Eiweißgehalt gelten die Algen Chlorella und Spirulina. 

 

Wenn du ein Zahlen-, Daten-, Faktenmensch bist, wirst du dich vielleicht in die Ernährungsempfehlungen einlesen wollen. Dazu empfehle ich dir, dich beispielsweise über die Website der Deutschen Gesellschaft für Ernährung weiter zu belesen. 

 

Zusätzlich finde ich es sehr wichtig, stets dem eigenen Bauchgefühl nachzugehen, zu erspüren, was dir guttut und was nicht. 

 

Wie du Sojaunverträglichkeiten und -allergien erkennst

Eine Sojaunverträglichkeit erkennst du daran, dass du nach dem Genuss von Sojaprodukten aller Art (bei den fermentierten wie Tempeh, Sojasoße etc. etwas weniger, bei Sojamilch, Sojajoghurt, Sojaquark etc. umso mehr) schmerzhafte Blähungen bekommst. 

 

Eine Sojaallergie zeigt sich oft bereits während des Essens in Form einer Reizung der Mundschleimhäute und ebenfalls in Blähungen und schweren Verdauungsbeschwerden. Eine Sojaallergie kann auch zu Atembeschwerden oder Herzkreislaufbeschwerden führen.

 

Bist du dir nicht sicher, ob deine Symptome auf eine Unverträglichkeit von Soja oder von anderen Lebensmitteln herrührt, dann führe ein Ernährungstagebuch. Das wird dir und deinem behandelnden Arzt oder Heilpraktiker deines Vertrauens sehr dienlich sein.

 

Schreibe dir einfach eine Zeit lang alles auf, was du isst, mit Zeit- und ungefähren Mengenangaben und beschreibe dein körperliches Befinden. Schon bald wirst du klarer sehen und den Auslöser der Symptome gefunden haben.

 

Und du kannst natürlich auch zum Arzt gehen und einen Allergietest machen lassen. Mit einem Tagebuch lernst du allerdings sehr viel mehr über dich, deine Essgewohnheiten, die Mengen, die du isst. was du alles so naschst... ;-)

 

Mit Unverträglichkeiten & Allergien umgehen

Ärztlicher Rat ist hier natürlich besonders wichtig. Doch auch als Laie ist uns beiden wohl klar: Ein Verzicht auf die Produkte, die eine Unverträglichkeit oder Allergie auslösen, ist angesagt.

 

Oftmals regeneriert sich der Stoffwechsel mithilfe ausgewogener Kost und einer Stärkung von Darm und Bauchspeicheldrüse wieder, und es können zu einem späteren Zeitpunkt wieder die Lebensmittel gegessen werden, die ursprünglich Auslöser für die Allergie- und Unverträglichkeitssymptome waren. 

 

Meine eigenen Erfahrungen

Ich persönlich reagiere sehr schnell auf ein Zuviel an Hülsenfrüchten und habe mich eine Zeit lang mit Reizdarmsymptomen, Blähungen, und Müdigkeit nach dem Essen herumgeschlagen. Auf meiner Suche nach den stimmigen Mitteln, meinen Stoffwechsel wieder auf Zack zu bringen, bin ich auf diese drei für mich essentiellen und sehr hilfreichen Dinge gestoßen:

  1. Mir waren regelmäßige Zeiten des Basenfastens zur Entlastung meines Stoffwechsels und zum Entgiftung immer sehr dienlich. Dazu habe ich einen Artikel mit einem Videointerview mit Heilpraktikerin Agnes Speidel in meinem Spiritual Life Blog veröffentlicht. Schau mal hier.

  2. Zur Beruhigung meines Magendarmtraktes vertraue ich auf das Zedernnussöl nach Anastasia. Täglich in der Früh ein Teelöffel in kleinen Schlückchen zu mir genommen, fluppt es mit der Verdauung ganz prima. Außerdem liebe ich den Duft des Öls. Probiere es gern einmal aus.

  3. Und meine Nahrungsmittelunverträglichkeiten konnte ich auf ganz natürliche Weise mithilfe von NAET abbauen.

 

Das, was mir gedient hat, muss für dich nicht selbstverständlich auch gut sein. Schau mal, was dir dienlich ist und folge unbedingt deinem Bauchgefühl! Eine gute ErnährungsberaterIn, eine ÄrztIn oder HeilpraktikerIn werden dich hier sicherlich gern begleiten und unterstützen. 

 

 

Ich hoffe, der Artikel ist dir dienlich!
Auf die Gesundheit! D
eine Inga

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