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30 Tage Selleriesaft - Erfahrungsbericht

Erstverschlimmerung | Wirkungen | Begeisterung

Stangensellerie

 

Wenn ihr mich und meine drei Blogs zart-stark.de, inga-dalhoff.de und wisdom-of-nature-com schon eine Weile verfolgt, dann wisst ihr, dass ich vor zwei, drei Jahren versucht habe, meine Ernährung von vegetarischer auf vegane Kost umzustellen. Der damit verbundene vermehrte Konsum von Hülsenfrüchten, Obst und Gemüse belastete meine Verdauung sehr und es stellte sich heraus, dass ich seit Jahrzehnten an einer Dünndarmfehlbesiedlung und einer Schwächung meiner Oberbauchorgane litt. 

 

Ich wandte mich an einen Heilpraktiker meines Vertrauens und wir machten mittels FODMAP-armer Kost und achtsam ausgewählten Naturheilmitteln viele Fortschritte bei der Heilung meiner Verdauungsprobleme. Doch kehrten meine Symptome dreimal nach jeweils ca. 6 Monaten wieder zurück, gepaart mit Infektionen, Borreliose und Zahnentzündungen.

 

Einige meiner Freunde und Bekannten empfahlen mir, es mal mit Stangen-Selleriesaft nach Anthony William (Buch Mediale Medizin*) zu probieren. Frisch gepresst morgens und auf leeren Magen wirke er Wunder. Da der Sellerie in der FODMAP-armen Ernährung eher gemieden werden sollte, traute ich mich lange Zeit nicht ran an den Saft. Doch nachdem die Verdauungsprobleme einfach nicht abschließend abheilen wollten, dachte ich: Was habe ich zu verlieren. Einen Versuch ist es wert. :-) 

 

Ich gestehe, dass ich, obwohl angenehm geschrieben, am Anfang Schwierigkeiten mit den Büchern von Anthony hatte. Oft spricht er von der  Wahrheit und dass einiges nur bei ihm zu lesen sei. Das löst bei mit immer innere Widerstände aus, gibt es aus meiner Perspektive doch so viele Wahrheiten wie Menschen auf diesem Planeten. 

Da seine Bücher, Podcasts und Artikel aber bei mir bisher immer super zutreffend waren und für mich stimmige Lösungen parat hatten, setze ich diese nach und nach und mit Begeisterung über die positiven Auswirkungen um.

Sehr hilfreich zum Einarbeiten in die Tiefen von Anthonys Wissen sind mir die achtsam übersetzten und liebevoll eingesprochenen Beiträge im Youtube-Kanal "Psychische und körperliche Gesundheit".

 

Was mir der Selleriesaft bisher schon gebracht hat, welche Erfolge ich feiern durfte und welche klitzekleine Hürde ich nehmen durfte, das liest du hier:

 

 

Erstes Hoch

Es ist kaum zu glauben, aber bereits ein, zwei Stunden nach dem ersten verkosteten Selleriesaft entspannte sich mein Verdauungstrakt. Gase gingen ab und ich fühlte mich seit Jahren mal wieder richtig wohl in meiner Mitte.

 

 

Erstverschlimmerung

In den ersten Tagen beging ich den Fehler, den Saft nicht klar, sondern mit Faserstoffen zu trinken. Das überforderte meinen Darm und ich bekam heftige Bauchschmerzen. Nachdem ich den Dreh mit unserem Entsafter heraus hatte und der Saft herrlich klar und ballaststoffarm zur Verfügung stand, waren die Bauchschmerzen sofort weg. 

 

Dafür veränderte sich mein Stuhl. Er wurde für ca. 14 Tage weicher und schärfer. Ich belas

mich in diversen Blogs und erfuhr, dass das eine ganz normale Reaktion des Körpers auf die morgentliche Gabe Selleriesaft sein kann. Wenn der Magen oder der Darm sehr verschmutzt oder die Leber sehr belastet sind, dann putzt der Selleriesaft zunächst Rückstände und Gifte aus den hintersten Winkeln dieser Organe hinaus. Auch Durchfall ist wohl keine Seltenheit, wenn jemand mit einer Selleriesaft-Kur beginnt.

 

Außerdem verschlechterte sich zunächst mein Hautbild. Die Stellen, die immer schon zu Unreinheiten und Pickeln neigten, "blühten" noch einmal so richtig auf. Das dauert immer noch an und nimmt deutlich mehr Zeit in Anspruch als meine anfängliche Darmreinigung mit Bauchweh und liegt wohl auch an der Entgiftung und an einer unentdeckten Streptokokken-Infektion, die laut Anthony William sehr oft Grund für eine Dünndarmfehlbesiedlung ist. Dieser Beitrag hat mir diesbezüglich hilfreiche Erkenntnisse geschenkt.

 

Und zu guter Letzt hatte ich ein unbändiges Schlafbedürfnis. Aufgrund meiner bisherigen Verdauungsprobleme war mein Nachtschlaf oft unruhig und meist wachte ich nachts für einige Zeit auf. Dank des Selleriesafts schlief ich nun tief und fest wie ein Murmeltier. Und mein Körper holte all den Schlaf nach, den er so lange vermisst hatte. Nach 14 Tagen war ich ausgeschlafen und voller Tatendrang. 

 

Der Selleriesaft wirkt bei mir eher kühlend. Deshalb war der Start in die neue morgentliche Selleriesaftroutine im beginnenden Herbst mit seinen ebenfalls kühlen Temperaturen nicht ideal, denn ich habe in den ersten Tagen nach dem Verzehr des Selleriesafts ziemlich gefroren. Trinke ich über den Tag verteilt viel heißen Tee und esse wärmende Gerichte, gleicht sich die kühlende Qualität des Selleriesafts aber wieder aus. :-)

 

Die Wirkungen und Auswirkungen von Selleriesaft sind in diesem Video kurz und bündig zusammengestellt.

 

 

Erfolge bereits innerhalb der ersten Tage

Die ersten und wohltuendsten Erfolge waren schlichtweg, keine Bauchschmerzen mehr zu haben, keinen Blähbauch mehr vor mir her zu schieben. Einfach eine stabile, entspannte Verdauung zu haben.

 

Ich fühle mich wohl in meiner Mitte und in meinem Körper. Bin nicht mehr ängstlich darauf bedacht, ja nichts Falsches zu essen. Spüre nicht mehr übervorsichtig in mich hinein, ob ich dieses oder jenes, einzeln oder in Kombination mit anderen Lebensmitteln nun auch wirklich vertrage. Ich fühle mich frisch und sauber. Das ist ein wundervolles Gefühl. Besonders, wenn man seit dem Kindesalter anderes gewohnt ist. :-)

 

Nach einigen Tagen traute ich mich, auch Obst und Gemüse zu essen, dass FODMAP-reich ist und auf das ich im Rahmen meiner Dünndarmfehlbesiedlungsbehandlung lange verzichtet hatte. Als erstes lockten mich Datteln, denn der Jieper auf Süßes war groß und ich wollte etwas Süßes essen, das auch meinen etwas geschwächten Nebennieren guttat und mir beim tiefen Schlafen Unterstützung war (siehe Anthony Williams Buch "Medical Food"*). Ich vertrug sie super! Gut, ein paar Pupser lösten sie aus, aber im Großen und Ganzen vertrug ich sie hervorragend! Seitdem habe ich immer welche dabei, für die kleine nahrhafte Mahlzeit zwischendurch.

 

Als ich einige Tage später einen Apfel aß, erlebte ich mein persönliches Highlight. Das erste mal seit Jahrzehnten habe ich einen Apfel gegessen, ohne danach Magen- oder Bauchschmerzen zu haben. Das war für mich ein Höchstgenuss.

 

Auch mein geliebter und lange gemiedener Grünkohl löste keinerlei innere Explosionen oder wie seit Kindesbeinen an üblich Bauchkrämpfe und Durchfälle aus. So ganz kann ich mein Glück noch nicht fassen. Kohl essen, ohne zu explodieren. Herrlich. Und so gesund!

 

Den tiefen, erholsamen Schlaf habe ich bereits oben erwähnt. Seit ich morgens meinen Selleriesaft trinke und abends ein bis zwei Datteln und ein bisschen Süßholztee trinke, schlafe ich wie ein Baby, tief, fest und erholsam.

 

 

Mein Fazit: Lust auf mehr

Nachdem ich innerhalb so kurzer Zeit so gute Erfolge erzielt hatte, beschloss ich, auch die anderen Tipps von Selleriesaft-Initiator Anthony William umzusetzen und auf die von ihm benannten No Foods zu verzichten: Auf Eier, Milchprodukte, Rapsöl, glutenhaltige Getreide, Mais und Soja. Gute Orientierung bietet mir dabei der wundervolle Blog "heilsame Pfade" von Nicole. 

 

Ich startete damit, meine Ernährung wieder vegan zu gestalten. Glutenfrei und frei von raffiniertem Zucker ernährte ich mich ohnehin schon seit längerem, aus Tofu wurde Kofu (Tofu aus Kirchererbsen), Kaffee und Schokolade (mögliche Auslöser für Entzündungsprozesse im Körper, für Migräne und Nebennierenschwäche) verschwanden in den folgenden 14 Tage von meinem Speiseplan.

 

Hinzu kamen jede Menge Obst und Gemüse, die ich intuitiv aus dem Buch "Medical Food"* aussuchte. Wie die

 

Ich werde berichten, wie es weitergeht. :-)

Schreib mir gern, ob und mit welchen Erfolgen du Selleriesaft gekostet hast. 

 

Alles Liebe, deine Inga

 

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